Als Julius Caesar den folgenschweren Entschluss fasste den Rhein zu überschreiten, war Badenweiler wohl bereits besiedelt; ein keltisches Heiligtum befand sich an der Stelle, an der heute die große evangelische Sandsteinkirche steht. Die Römer errichteten an dieser Stelle einen Stufentempel. Sie waren nach Badenweiler gekommen, um Blei und Silber aus den Tiefen des Blauen zu gewinnen. Dort fanden sie eine warme Quelle vor, die alsbald für eine Therme genutzt wurde, deren Ruine wir noch heute im Kurpark besichtigen können. Die moderne Therme befindet sich direkt nebenan und nutzt noch immer die damals von den Römern erschlossene Quelle. Leider ist uns von den Gartenanlagen in Badenweiler aus dieser Zeit nichts überliefert, auch wenn wir sicher sein können, dass die hier befindlichen römischen Villen von Gärten umgeben waren.

Die Römer brachten zahlreiche Kulturpflanzen nach Deutschland, darunter die Walnus (Juglans regia), die Esskastanie (Castanea sativa) sowie Kulturformen von Äpfeln, Birnen und Süßkirschen. Bereits römische Gärtner benutzten Buchsbaum (Buxus sempervirens), um die verschiedenen Beete in ihren Gärten voneinander abzugrenzen. Auch die Weinrebe (Vitis vinifera) verdankt ihren Einzug in deutsche Gefilde der römischen Liebe zum Wein, einem Getränk, dass heute aufs inngste mit dem Markgräfler Land verbunden ist.